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Meine Fortbildung als Welpencoach

Welpencoach Dortmund

4 Monate Welpencoach-Ausbildung und warum die Fortbildung so wichtig ist.

Ein Welpe zieht ein. Für viele ist das einer der schönsten Momente überhaupt. Die Vorfreude, die Aufregung, dieses kleine Lebewesen, das plötzlich Teil der eigenen Familie wird. Und genau so sehe ich es auch: Ein Hund ist kein Projekt. Kein „To-do“. Kein Trainingsziel. Ein Hund ist ein Familienmitglied.

Und genau deshalb wollen wir alles richtig machen. Doch genau in diesem Moment beginnt für viele Hundehalter etwas, das ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe: Unsicherheit. Denn sobald man anfängt, sich zu informieren, wird es schnell unübersichtlich. Der eine sagt so, der nächste genau das Gegenteil. Der eine empfiehlt möglichst viele Hundekontakte, der nächste warnt davor. Der eine spricht von Auslastung, der andere von Ruhe. Und irgendwo dazwischen steht man selbst, mit einem kleinen Welpen und dem Gefühl, allem gerecht werden zu müssen.

Ich arbeite schon länger mit Welpen und ihren Menschen. Ich begleite sie im Einzeltraining, in kleinen Gruppen, im Alltag. Und trotzdem war für mich klar: Ich möchte tiefer gehen. Nicht oberflächlicher, nicht schneller, sondern bewusster.

Deshalb habe ich mich zusätzlich über vier Monate intensiv zum Welpencoach weitergebildet. Nicht, weil mir Wissen gefehlt hat. Sondern damit man immer mit aktuellen Wissen Hundewelpen trainieren sollte.

Ausbildungssiegel zum Hundewelpencoach

Was ich wirklich als Welpenschule verstehen wollte

In dieser Weiterbildung ging es nicht nur um Training. Nicht nur um Signale, Übungen oder „richtig“ und „falsch“. Es ging um Zusammenhänge. Um Entwicklung. Um Verhalten. Um Kommunikation. Um das, was im Hund passiert und das, was wir Menschen oft gar nicht sehen. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, wie Welpen sich entwickeln, wie Persönlichkeit entsteht, welche Rolle Erfahrungen spielen, wie Verhalten überhaupt entsteht und wie stark wir als Menschen daran beteiligt sind. Und je tiefer ich eingetaucht bin, desto klarer wurde mir etwas, dass mein Ruhetraining, weiter ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit bleibt: Viele Probleme entstehen nicht, weil wir zu wenig tun. Sondern weil wir zu viel tun.

Die Welpenzeit und unser größtes Missverständnis

Die Welpenzeit gilt als besonders wichtig. Als Phase, in der der Hund „alles lernen muss“. Und genau daraus entsteht oft ein enormer Druck.

Der Welpe soll:

– möglichst viele Orte kennenlernen
– viele Menschen treffen andere Hunde erleben
– Umweltreize kennenlernen
– Alltagssituationen üben

Und das alles möglichst früh, möglichst viel und möglichst „richtig“.

Doch was dabei häufig übersehen wird: Ein Welpe lernt nicht nur durch das, was er erlebt. Er lernt auch durch das, was er verarbeiten kann. Und genau hier liegt ein entscheidender Punkt. Denn viele Welpen bekommen heute unglaublich viele Eindrücke, aber viel zu wenig Zeit, diese Eindrücke zu sortieren. Sie erleben viel, aber verstehen wenig davon.

Warum „Sozialisierung“ in Hundeschulen oft falsch verstanden wird

Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist „Sozialisierung“. Und auch hier gibt es ein weit verbreitetes Bild:

Ein gut sozialisierter Hund ist ein Hund, der:

– jeden Hund mag mit allen spielen kann
– überall entspannt mitläuft
– auf alles souverän reagiert

Doch Sozialisierung bedeutet nicht, dass ein Hund alles gut finden muss. Und sie bedeutet auch nicht, dass er alles erlebt haben muss. Sondern sie bedeutet, dass ein Hund lernt, mit seiner Umwelt umzugehen. Und das funktioniert nicht durch Masse, sondern durch Qualität. Nicht durch ständiges Erleben, sondern durch Verstehen und Ruhe.

Ein Überblick über spannende Fragen wie Grundaustattung, Gefahren im Haus und Garten, Lernverhalten und vieles mehr findet Ihr im Blogbeitrag Welpenfibel.

Der Punkt, der mich in der Arbeit mit Hundewelpen bestätigt hat: Ruhe

Wenn ich aus diesen vier Monaten eine Sache herausziehen müsste, dann wäre es diese: Ruhe ist kein „Nebenthema“. Ruhe ist eine Fähigkeit. Und viele Hunde lernen sie nicht. Wir leben in einer schnellen Welt. Wir sind ständig in Bewegung, ständig beschäftigt, ständig im nächsten Schritt. Und genau dieses Tempo übertragen wir oft auf unsere Hunde, ohne es zu merken.

Der Welpe soll:
– lernen funktionieren sich entwickeln
– „gut ausgelastet“ sein

Doch wann lernt er eigentlich, nichts zu tun?
Wann lernt er, einfach da zu sein?
Wann lernt er, sich selbst zu regulieren?

Ein Hund, der das nicht lernt, wird oft zu einem Hund, der ständig „an“ ist. Der schnell reagiert. Der schwer zur Ruhe kommt. Der im Alltag Schwierigkeiten hat, abzuschalten. Und genau deshalb ist Ruhetraining für mich kein Training mehr wofür ich ein schlechtes Gewissen haben werde. Es ist eine relevante Grundlage.

Warum ich als Hundeschule ein schlechtes gewissen hatte

Jetzt fragst du dich vielleicht, warum ich dabei manchmal selbst ein kleines schlechtes Gewissen habe. Denn seit ich meine Hundeschule und Welpenschule Dortmund führe, arbeite ich nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit einem klaren, durchdachten Konzept. Und trotzdem weiß ich, dass viele Menschen mit einer ganz anderen Erwartung in eine Welpengruppe kommen. Oft geht es ihnen vor allem darum, dass ihre Hunde Kontakt zu anderen Hunden haben, dass sie spielen können, sich austoben, „Hund sein dürfen“ und natürlich gehört das auch dazu.

Und ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Welpengruppenstunde. Die Mensch-Hund-Teams sollten eine mobile Decke mitbringen. Und die erste Aufgabe war nicht „Sitz“ oder „Platz“. Sondern: einfach fünf Minuten Ruhe. Der Welpe sollte auf der Decke liegen und nichts tun. Für viele war das ungewohnt. Fast schon irritierend. Denn man kommt ja ins Training, um etwas zu machen. Etwas zu lernen. Aktiv zu sein.

Und dann passiert… nichts. Genau dieser Moment hat bei vielen erst einmal für Verwirrung gesorgt. Aber genau diese Ruhephasen nutzen wir ganz bewusst. Nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen. Denn gerade in der Welpenzeit entstehen unglaublich viele Fragen. Und während der Hund zur Ruhe kommt, entsteht Raum für genau diese Themen. Mit der Zeit verändert sich dann auch der Blick darauf. Die Teilnehmer beginnen zu verstehen, wie wertvoll diese Momente sind. Wie viel der Hund in dieser Zeit eigentlich lernt. Und vor allem merken sie im Alltag, wie hilfreich dieses Training ist:

– Wenn der Welpe im Café entspannt unter dem Tisch liegt.
– Wenn er unterwegs einfach beobachten kann, ohne ständig reagieren zu müssen.
– Oder wenn er zu Hause zur Ruhe findet, statt dauerhaft in Bewegung zu sein.

Was am Anfang ungewohnt wirkt, wird mit der Zeit zu einem der wichtigsten Werkzeuge überhaupt. Und genau das ist oft der Moment, in dem sich das Verständnis verändert.

Was das für meine Arbeit als Hunde Welpenschule in Dortmund bedeutet

Diese Erkenntnisse haben meine Arbeit nicht komplett verändert, aber sie haben sie geschärft. Klarer gemacht. Bewusster gemacht.

1. Ich arbeite weiterhin mit positiver Verstärkung.
2. Ich arbeite weiterhin individuell.
3. Ich setze weiter den Fokus und noch stärker auf das, was oft fehlt: Ruhe. Struktur. Verständnis.

Deshalb arbeite ich bewusst in kleinen Gruppen mit maximal vier Hunden. Weil weniger Reiz oft mehr Lernen bedeutet. Deshalb biete ich gezielt Einzeltraining an, auch für Welpen. Weil nicht jeder Hund im gleichen Tempo lernt. Und nicht jeder Halter die gleichen Fragen hat.

Und deshalb gibt es bei mir keine klassischen Spielgruppen.

– Nicht, weil Spiel schlecht ist, sondern weil es oft falsch eingesetzt wird.
– Jeder Kontakt unter Hunden ist sinnvoll.
– Jedes Spiel unter Hunden wirklich ein Spiel ist oder ein Mehrwert hat.
– Mobbing unter Hunden oft viel zu spät bemerkt werden, gerade wenn die Gruppen zu groß sind.

Und nicht jeder Welpe braucht „mehr davon“. Das bedeutet nicht das nicht gespielt wird, aber anders, einfach sinnvoll.

Wie ich dich als Hundeschule in Dortmund begleiten kann

Aus all diesen Erfahrungen und aus meiner täglichen Arbeit ist ein Ansatz entstanden, der nicht nur Training umfasst, sondern den gesamten Weg mit deinem Hund. Denn die meisten Fragen beginnen nicht erst, wenn der Welpe da ist. Sie beginnen viel früher.

Vor dem Welpenkauf

Schon hier begleite ich dich bei Fragen wie:
1. Welcher Hund passt wirklich zu meinem Alltag?
2. Worauf sollte ich achten?
3. Welche Erwartungen sind realistisch?

Hier geht es nicht um „richtig oder falsch“, sondern um Klarheit und eine gute Entscheidung.

Die Zeit, bevor der Welpe einzieht Die Wartezeit wird oft unterschätzt. Dabei ist sie eine der wertvollsten Phasen überhaupt.

Hier können wir gemeinsam:
– deinen Alltag strukturieren
– erste Grundlagen verstehen
– typische Fehler vermeiden
– Sicherheit aufbauen

Damit du nicht erst reagierst, wenn Probleme entstehen, sondern vorbereitet bist.

Die Welpenzeit

Wenn der Welpe eingezogen ist, begleite ich dich individuell:

Im Einzeltraining:
– für gezielte Themen für einen ruhigen Start
– für individuelle Fragen

In kleinen Gruppen:
– maximal 4 Hunde
– kontrollierte, sinnvolle Begegnungen
– Lernen ohne Überforderung

Dabei geht es nicht nur um klassische Signale, sondern vor allem um:
1. Bindung und Vertrauen
2. Ruhe und Orientierung
3. Alltagssituationen
4. Verständnis für deinen Hund

Du möchtest, dass ich dich bei der Welpenzeit begleite. Dann findest du unter Welpenstart viele weitere Informationen.